Wie man Final Cut Pro am sichersten updatet!

Weil so viele gefragt haben und andere Probleme beim updaten haben (sei es von Final Cut Pro X oder gar Catalina) oder hatten dachte ich es ist lange überfällig, dass ich hierüber endlich ein Video mache!


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Nachdem ich schon so viele Videos zu Final Cut Pro X Updates gemacht habe und auch gerade vor ein paar Tagen eins zum 10.4.7 Update—Link dazu in der Beschreibung, solltet ihr es verpasst haben—kommen jedes mal gleich darauf solche Posts überall in irgendwelchen Gruppen und Foren, weil viele einfach wild drauf los-updaten ohne über die potentiellen Fallstricke und Probleme nachzudenken die JEDE Software und jedes Update mit sich bringen kann. Und irgendwas läuft prompt bei dem einen oder anderen schief. Andere wiederum sind sich der Gefahren bewusst, wissen aber nicht wie sie am besten vorgehen um sich abzusichern. Da wurde mir klar, ein kurzes Video darüber WIE man am schlausten updatet ist längst überfällig…


Robin hier von POST-PROfessionals.Bevor wir loslegen, wie immer, wenn dieses oder sonst irgendein Video von mir euch gefallen oder geholfen hat, dann helft dem Kanal indem er mir ein Daumen hoch gibt oder, noch besser, auf den Abo-Knopf klickt und die kleine Glocke, dass ihr zukünftigen Videos nicht verpasst. Danke!


Und obwohl sich dieses Video sich um das letzte Update von Final Cut Pro dreht, da es etwas ungewöhnlich war, da mehrere Dinge auf einmal zusammenkamen, nämlich sowohl ein Final Cut Pro als auch gleichzeitig ein MacOS-Update, sollten diese Tipps jedoch für jedes zukünftige Update gleichermaßen relevant sein. Deshalb werde ich nur kurz auf das macOS-Update 10.15, auch bekannt als Catalina und auf wichtige Dinge, die man dort beachten sollte eingehen, wenn man denn den Sprung noch nicht gewagt hat.


Wenn man es aber schon hinter sich hat und das von keinem oder weniger Interesse ist, dann kann man einfach HIERHIN springen, um sich nur über die Aktualisierung von Final Cut Pro X im Allgemeinen zu informieren. Ich hoffe natürlich, dass das Ganze dieses mal nicht zu spät für all zu vielen kommt, aber wie gesagt, die folgenden Tipps sind auch in Zukunft für jedes Update relevant. Also am besten den Link hierher gleich mal abspeichern.
Wir beginnen also damit was allgemein zu tun ist, bevor man irgendwas aktualisieren, sprechen dann darüber, wie man am sichersten Final Cut Pro aktualisiert, und enden mit den Optionen, die man noch übrig hat, wenn man tatsächlich ohne Sicherheitsnetz aktualisiert haben sollte und zur alten Version zurück will oder muss. Also los geht’s!


Auf das Thema des macOS Updates will ich gar nicht groß eingehen. Aber wenn man Wie in diesem Fall tatsächlich gleich den Riesensprung des Doppel Updates nehmen möchte, aber auch GRUNDSÄTZLICH, sollte man als aller erstes schauen dass ein aktuelles Time Machine oder sonstiges Back-up von allem gemacht ist bevor man irgendetwas installiert.
Wenn ich mitkriege, dass Leute OHNE BACKUP sowas machen… Leute dafür ist Time Machine doch da! GRATIS! … super EINFACH!


Ja… jedenfalls kann man damit dann im Fall eines Super-GAUs komplett auf Anfang zurück sollte tatsächlich irgendwas völlig in die Hose gehen, was einfach immer und jedem passieren kann. Hiermit verliert man wenigstens keine wertvollen Daten, höchstens einiges an Freizeit. Wobei ich jedem so oder so empfehlen würde, insofern es nicht irgendeine Funktion gibt die man dringend braucht die das neue Betriebssystem mit sich bringt, was auch immer das in diesem fall sein könnte, dass man Minimum auf das erste Punktpunkt Update wartet. D.h. in diesem Fall auf 10.15.1 oder noch höher.


Was man aber SO ODER SO beachten sollte ist, dass alle Programme die man definitiv haben MUSS auch 64bit sind! Denn wenn nicht, dann ist unter Catalina mit ihnen Schluss. Da rate ich jedem dazu entweder bei Apple selbst zu schauen worum es dabei geht, Link in der Beschreibung und das Tool „Go64” herunterzuladen, Link auch davon in der Beschreibung, um zu sehen was mit dem Update ohne eine Aktualisierung definitiv nicht mehr laufen wird bzw. welche, mit einem Ausrufezeichen gekennzeichnet, evtl. nur TEILWEISE nicht 64bit sind. Ironischerweise gehören unsere drei relevanten Apps dazu, sind aber logischerweise nicht von größeren Fehlfunktionen deswegen gefährdet. Es sind nur ein paar 32bit Komponente die noch für Mojave drin gelassen wurden. Das schöne am Go64 ist vor allem, das man im Zweifelsfall gleich auf die Seite des in Frage stehenden Programms geleitet werden kann um zu schauen ob es ein Update gibt.


Man sollte natürlich auch NIEMALS inmitten eines Projekts updaten. Alle laufenden Projekte sollte man erst komplett abschließen. Ist es soweit oder will man es trotzdem wagen und sich nur davor schützen, dass es evtl. Noch unentdeckte Bugs in der neuen Final Cut version gibt oder vielleicht Inkompatibilitäten zu Plugins die man verwendet die schlecht oder gar nicht gepflegt werden … und dementsprechend wie es um den Plugins die man braucht steht, hinsichtlich evtl. Updates, sollte man im übrigen natürlich VOR dem updaten auch schauen.


Ich weiß z.B., dass zum Zeitpunkt dieses Videos haben auch iZotope, die Macher von, unter anderem, den sonst sehr guten RX7 Filter es auch noch nicht hinbekommen ihre Plugins zu Catalina kompatibel zu machen. Wobei es in ihrem Fall nicht mal was mit 64bit zu tun hat, sondern die noch weiter angezogenen Sicherheitsmaßnahmen, für Installer bzw. bestimmte System Komponenten, die von Apple erst zertifiziert und freigegeben werden müssen. Besitzt und braucht man diese order andere plug-ins, sollte man bis auf weiteres auf das Update verzichten. Und auch wenn es nervig ist, Apple macht schon das richtige, bedanken kann man sich bei den Hacker und Piraten vor dessen Machenschaften Apple uns schützen möchte.
Was auch immer die Situation also sein sollte und man sich zum Update entscheidet, sollte man in allen genannten Fällen als erstes einfach einen rechts-klick auf die momentan installierte Version von Final Cut, Motion etc. machen, und hier komprimieren wählen. Das jeweilige Programm z.B. einfach versuchen in einem Unterordner zu verstecken würde nicht funktionieren. Denn auch die Version würde der Updater des App Stores finden und ersetzen. Damit bekommt man eine ZIP-Datei die man einfach im Programme Ordner liegen lassen oder sonst irgendwo zur Archivierung hin kopieren kann. Das eigentliche Programm kann man natürlich einfach hier lassen, da es mit dem Update sowieso ersetzt wird. Sollte also irgendwas mit der neuen Version nicht in Ordnung sein, braucht man sie einfach nur wieder löschen und die alte Version entpacken. Und keine Angst, damit bleiben sämtlich Plugins, sonstige Erweiterungen und Voreinstellungen völlig erhalten, da diese ganz wo anders gespeichert werden, nicht im Programm selbst.


ABER… damit ist es natürlich noch nicht ganz getan. Denn sämtliche Mediatheken die man öffnet nachdem man Final Cut aktualisiert hat, müssen ja auch aktualisiert werden, wie man ja beim ersten Öffnen nach dem Update auch gesagt bekommt. Und in dem Moment wo man AKTUALISIEREN klickt gibt es fast kein zurück mehr für die jeweilige Mediathek, da sie damit nicht mehr von der alten Version geöffnet werden kann, sollte man zurück wollen oder müssen. Also…


BEVOR man das Update lädt sollte man auch von ALLEN Mediatheken von denen man weiß man sie in absehbarer Zeit brauchen wird, ebenso ein Back-up machen. Sei es auch mit Time Machine, genauso ZIPen wie die App, oder einfach nur duplizieren. Bei Mediatheken wo die Medien allerdings in der Mediathek gespeichert wurden, können Sie natürlich ziemlich groß sein. Womit das Duplizieren oder zippen allein vom Platz her schlecht umsetzbar sein kann, abgesehen davon das es ggfls. auch sehr lange brauchen wird.


Die Alternative ist nur die Mediathek zu sichern ohne die Medien, die natürlich das Gros des Datenaufkommens ausmachen. Wie kriegt man die Medien also sauber aus der Mediathek heraus, ohne sie möglicherweise Zu beschädigen oder unlesbar zu machen? Die die mein Training haben werden, beziehungsweise sollten es schon wissen wie man vorgehen muss um das ganz leicht hinzubekommen. Einmal geöffnet brauche ich nur die jeweilige Mediathek in der Übersicht auswählen, dann in Informationsfenster unter den Mediathekseigenschaften hinter Speicherorte auf den Einstellungen verändern Knopf klicken. Hier kann ich im ersten Popup Menü, wo es auf Mediathek steht auf auswählen gehen. Damit öffnet sich ein Fenster wo ich entweder ein bestehenden Ordner auswählen oder unten links im Fenster einen neuen anlegen kann. Ich lege mal einen neuen an und nenne es Medienablage und klicke Wählen. Die Medien für Motion werden ja standardmäßig sowieso schon extern verwaltet, also müssen wir hier nichts machen. Möchte man das gleiche für den Cache machen kann man das natürlich, aber alles was zum Cache gehört, also Render- und Analysedateien, Thumbnails etc., sind alles Dinge die ohne weiteres neu generiert werden können. Wenn es aber viele Daten sind, was man ja leicht unter den Mediathekseigenschaften ablesen kann, kann man sie entweder getrost über das Ablage Menü und generierte Mediatheksdateien löschen löschen oder eben genau so extern verwalten wie mit den Medien, wenn man sie unbedingt behalten möchte.
Zu Demonstrationszwecken mache ich das einfach mal, aber normalerweise würde ich sie einfach löschen… Wähle den gleichen Ordner und klicke o. k. Jetzt fehlt nur noch ein Schritt und das ist den zweiten Knopf in der Mediathekseigenschaften Fenster klicken, die Medien zusammenlegen. Man wird noch gefragt ob man eventuell verfügbare optimierte und Proxy Medien mit einbeziehen möchte und klickt dann einfach o. k. Und wenn der neue Speicher Ort den man gewählt hat auf der gleichen Festplatte liegt, dann geschieht das ganze sogar sofort! Also ohne irgendwelche Kopiervorgänge oder ähnliches. Wenn das gewählte Verzeichnis allerdings doch auf einer anderen Platte liegt, dann kann das ganze natürlich dementsprechend brauchen, da erst alles kopiert und dann aus der Mediathek gelöscht werden muss. Schaue ich jetzt also wieder in den Finder und in den von mir gewählten Ordner… wo ich nun einen Ordner für alle von mir gewählten Medienarten in einzelne Ordner finde. Original Media für die Originalmedien, und wenn ich sie ausgewählt habe auch einen Ordner für Optimierte und Proxy Medien, sowie ein Container für eventuelle Cachedateien. Wähle ich die Mediathek aus, sehe ich das es nun nur noch ein Bruchteil der ursprünglichen Größe hat. Nun kann ich wie zuvor erwähnt das ganze schnell und einfach entweder zippen oder duplizieren ohne Unmengen neuer Daten erzeugen zu müssen. Damit kann ich dann jederzeit später, sollte ich zu dem Stand vor dem Update zurückwollen, diese entpacken um sie öffnen zu können. Wobei damit natürlich alles was man eventuell mit der neuen Version an seinem Projekt gemacht hat verloren ist. Man könnte bestenfalls aus der neuen Version eine XML seines Projekts exportieren um mit der alten zu öffnen. Wobei man dabei durchaus mit evtl. Übersetzungsfehler rechnen muss, wenn man eine neue Funktion, Filter oder Ähnliches benutzt hat sowieso. Aktuell sind auch neue und alte Version mit der Version 1.8 kompatibel, Bei jeder neuen Version muss man allerdings schauen ob es dazu nicht auch eine neue XML Version gab, womit man dann auf eine ältere Version umsteigen muss um mit der älteren Version kompatibel zu bleiben. Wobei in aller Regel mindestens die aktuelle und die vorherige XML Version beim Exportieren auszuwählen sind. Vermutlich auch genau aus dem Grund.


So, das ist alles hoffentlich super hilfreich wenn ich euch VOR einem Update erwischt habe. Hat man aber doch schon alles hinter sich und hat clevererweise KEINE entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen getroffen, es Probleme gibt und man will wieder zurück, ist das ganze nicht mehr ganz so einfach. Minimum noch die ältere Version von Final Cut irgendwo zum Beispiel in einem Time Machine Back-up haben, muss aber schon noch sein. Denn aus dem App Store steht jedenfalls immer nur die aktuellste Version von Final Cut zur Verfügung, die mit der auf dem Rechner installierten Version von macOS kompatibel ist. Das also vorausgesetzt, gibt noch ein paar Möglichkeiten um, hoffentlich, das wesentlichste zu retten, sonst bringt auch dieser Tipp nichts. Hat man also seine Mediathek bereits aktualisiert OHNE Backup UND hat Veränderungen vorgenommen die man behalten möchte, dann bleibt einem eigentlich nur der Weg über einen XML Export, wie zuvor beschrieben. Hat man allerdings noch keine Änderungen vorgenommen oder kann man damit leben dass die Arbeit die man sich seit dem Update gemacht hat verloren ist, dann kann man sich zur Not noch immer auf die von Final Cut automatisch angelegten Back-ups verlassen. Wobei diese natürlich nicht die Medien beinhalten, diese müssen noch immer von der Original Mediathek kommen beziehungsweise werden von dort referenziert. Dazu muss man einfach nur in seinen Filme Ordner gehen und hier in den Final Cut Backups Ordner schauen. Und in sofern man nicht schlauer Weise die backups für die jeweilige Mediathek ausgeschaltet hat, sollte man hier entsprechend einen Ordner dazu finden mit dem gleichen Namen. Hier findet man sämtliche inkrementelle Back-ups die Final Cut beim Arbeiten mit der Mediathek erstellt hat. Jeweils mit Datum und Uhrzeit Stempel im Namen. Viel wichtiger aber, solltet ihr hier auch einen ”Previous Versions„ Ordner sehen. Wenn nicht, dann wurde die Mediathek nie mit einer früheren Version bearbeitet, demnach kann es auch keine vorherige Version geben. Normalerweise sind diese Backups eigentlich dafür gedacht sie in Final Cut über das Ablage Menü und Mediathek öffnen und hier vom Back-up zu öffnen. Hier sieht man dann nicht nur OB, sondern auch WANN und mit WELCHER VERSION es gesichert wurde.


Da da ich aber eben eine Mediathek von einer jetzt neueren Version nicht öffnen kann, komme ich hier natürlich gar nicht erst an diese Funktion ran. Also zurück im „Previous Version” Ordner, wo ich hier einfach diese Version, die im Vergleich zum Original natürlich winzig ist, da es keine Medien enthält, doppelklicken kann. Und damit öffnet sich eine für diese Version kompatible Version der Mediathek. Danach kann man wieder, wenn man denn will, einfach die Speicherort Einstellung wieder auf die Mediathek zurücksetzen und mit einem Klick wieder alles IN die Mediathek zurückbefördern!


Übrigens, nach dem öffnen, ob über Final Cut oder per Doppelklick, wird die Back-up Mediathek an die gleiche Stelle des Originals kopiert. Und auch wenn die Information sagt, dass die Backup Version plötzlich die gleiche oder fast gleiche Größe hat, ist das in Wahrheit gar nicht so. Denn hier arbeitet Apple ganz geschickt mit so genannten Hardlinks. D.h. dass die Mediathek lediglich auf die Originale in der original Mediathek verweist. Ähnlich wie mit einem Alias, Aber doch anders. Das Back-up übernimmt quasi die Datenmenge ihrer Referenz. Womit man zum Beispiel verwirrender Weise eine Mediathek mit 1TB und das Back-up was auch ein Terabyte in Größe zu sein scheint, zusammen auf einer einzelnen ein Terabyte Festplatte liegen haben kann. Erst wenn man dieses Back-up zum Beispiel kopieren würde, würden daraus sozusagen echte Daten werden. Schon ganz schön clever. Aber das nur am Rande.


So! Ich hoffe ich hab dich entweder vor einem schlimmen Fehler bewahrt, oder dich vielleicht aus einem herausgeholfen oder einfach nur ein paar Fragen beantwortet und Infos an die Hand gegeben. Welches auch immer es war, dir dieses oder meine sonstigen Videos gefallen, freue ich mich über ein Daumen hoch und noch viel mehr über ein Abo. Klickst du noch die Glocke dazu verpasst du auch keine meiner zukünftigen Videos. Und solltest du noch Fragen haben, immer gerne unter in den Kommentaren. Das ist alles super hilfreich für den Kanal und hilft mir weiterhin solche gratis Inhalte zu bringen. Und wenn du ein umfassendes deutschsprachiges Final Cut Pro Training suchst, dann schau gerne bei mir auf der Seite vorbei, sämtliche Links wie immer unten in der Beschreibung. Vielleicht kann ich dir auch damit helfen. Würde mich freuen. Vielen Dank fürs schauen und bis zum nächsten Video.

Wie verwendet man Finder Tags (und „FindrCat”)?

Ich habe bisher nur selten jemand davon reden hören, wie unglaublich nützlich Finder Tags im Kontext des Medien Managements sowohl für innerhalb wie auch ausserhalb von Final Cut Pro X sind. Also dachte ich ich mache einfach mal eine Folge darüber! Darüber hinaus zeige ich dir aber auch man du mit Tags und „FindrCat” von Intelligent Assistance deinen Finder in verstecktes Medien Management System verwandelt kannst!


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Hi, Robin hier wieder für POST-PROfessionals.de. In dieser Folge will ich mal kurz auf ein Feature von Final Cut Pro X eingehen, was erstaunlich selten erwähnt wird. Und zwar Die Nutzung von Finder Tags beim Import von Material in Final Cut Pro. Und obwohl es einerseits extrem nützlich ist und auch ein Unikates Feature von Final Cut ist, Glaube ich wird es übersehen, weil die Nutzung nicht ganz so offensichtlich ist. Und vielleicht auch weil Viele Finder Tags an sich selten bis nie benutzen, Sie also auch nicht im Final Cut nutzen können. Der organisatorische nutzen ist allerdings wirklich genial, wenn man dann weiß damit umzugehen. Und das wollen wir uns jetzt anschauen. Wenn du übrigens ein umfassendes Training Für Final Cut Pro auf Deutsch suchst, wo ich wirklich sämtliche anderen Aspekte von Final Cut Pro erkläre und das auf Deutsch, dann habe ich dazu Infos in der Beschreibung hinterlegt.

Jetzt aber zu den Finder Tags!

Von welcher Option rede ich also? Wenn wir einmal in das Import Fenster in Final Cut schauen, sehen wir Unter SCHLAGWÖRTER Zwei SEHR hilfreiche Optionen. An zweiter Stelle die option die vermutlich jeder Gut kennt und wahrscheinlich jeder auch Schon einmal benutzt hat. Nämlich die Möglichkeit Aus den Ordnernamen in denen sich das zu importierende Material befindet, Schlagwörter zu generieren. DRÜBER aber, ist das gleiche, nur eben die Option aus den sogenannten Finder-Tags Schlagwortsammlungen zu generieren. Das heißt, habe ich mit minimum macOS 10.9, auch Mavericks genannt, oder höher, und habe zuvor meine Medien mit einem oder mehrere Finder Tags versehen, dann werden diese beim Import, wie mit den Ordnernamen, als Schlagwortsammlungen angelegt, worin sich das jeweilige Material dann befindet. Aber, evtl. hat man sich noch nie mit Finder-Tags auseinandergesetzt oder gar bemerkt? Weiß auch nicht WIE man sie verwendet und damit auch gar Weiß was sie im Kontext von Final Cut Pro X für weitere, hervorragende organisatorische Möglichkeiten eröffnen! Also, schauen wir uns das ganze erst mal im Finder an.

Ich hab hier mal den Ordner in dem sich das Übungsmaterial meines Final Cut Pro Trainings befindet. Dateien die ich “Taggen” will dürfen im übrigen auch nicht auf einem schreibgeschützten Volumen liegen. Im jedem Finder Fenster sehe ich auch, insofern in den Finder Voreinstellungen nicht deaktiviert, unten links eine TAGS Liste der Top zehn oder so bereits bestehenden, systemweiten Tags. Diese waren in macOS vor Mavericks nur einfache Farbkodierungen, die darüber hinaus auch keine tiefere Funktion oder Bedeutung hatten und man könnte sie auch nur sehr eingeschränkt bearbeiten. Inzwischen kann ich Sie aber nach belieben auch erweitern, umbenennen usw. Möchte ich sehen ob und wenn, welche Dateien mit einem bestimmten Tag versehen sind, brauche ich den jeweiligen nur in der Liste anwählen und ich bekomme damit rechts im Fenster alles angezeigt. Genau genommen ist das ganze Prinzip also im Grunde genau das gleiche wie in Final Cut Pro mit Schlagwörtern. Klicke ich ganz unten auf ALLE TAGS, dann sehe ich alle sonstigen mir im Moment zu Verfügung stehenden Tags in einer Liste angezeigt. Diejenigen die mein Training und auch das Übungsmaterial heruntergeladen Haben, sollten, wie auch ich hier neben den Standard Farben und evtl. selbstangelegten Tags, auch mindestens zwei weitere aufgelistet sehen. Und zwar IMPRESSIONEN und INTERVIEWS. Denn ich habe das Material vor dem hochladen bereits zuvor getagt und diese werden automatisch von macOS 10 erkannt und aufgeführt, egal wo die Dateien liegen. Wähle ich hier also zum Beispiel den INTERVIEW Tag aus, dann sehe ich auch die vier Interview Clips die Ich in meinem Trainings Projekt benutze. Gehen wir allerdings wieder zum Inhalt des Ordners Zurück, dann sehen wir, dass diese vier Clips HIER aber in zwei verschiedene Ordner untergebracht sind. Nämlich einmal in STELLA und einmal in BENJAMIN. Wie sich das später in FCP X auswirkt und vor allem wie diese Möglichkeit des Taggings ein geniales und Unikates Organisationstool Für FCP ergibt, werden wir gleich noch sehen. Zuvor Will ich aber noch ein paar weitere Clips mit einem Tag versehen, und zwar die durchnummerierten Clips ganz oben, die eben frei Stehen und in keinem Ordner einsortiert wurden. Dies sind lauter Clips von einem, ich nenne es mal Sprachcomputer. Ich mache mal auf den ersten Clip einen Rechtsklick und wähle hier unten im Menü den Punkt TAGS. Damit bekomme ich ein pop-up Fenster mit einer Textzeile wo ich einen eigenen Tag eintragen kann, oder eben einen aus der Liste bestehender Tags auswählen. Ich gebe in der Textzeile einmal COMPUTERSTIMME ein und die Eingabetaste um es zu bestätigen. Jetzt könnte ich nach beliebig weitere Tags eingeben oder aus der Liste hinzufügen. Das will ich aber nicht, also mit erneuter Eingabetaste schließe ich das Fenster. Jetzt sehen wir, dass damit ein neuer Tag auch in der Seitenleiste angelegt wurde. Gehe ich einmal da drauf, dann bekomme ich den einen Clip angezeigt. Ich gehe aber noch mal zurück und möchte die verbleibenden Computer Clips auch taggen. Ich könnte das indem ich sie alle auswähle und wieder über einen Rechtsklick und dem Punkt TAGS damit versehe, oder auch das TAGS Menü in der Werkzeugleiste des Fensters benutzen, aber da finde ich es doch am einfachsten die Clips aus der Liste nach links auf den COMPUTERSTIMME TAG in der Liste zu ziehen, womit ich die Clips auch entsprechend mit dem Tag versehen habe. Über einen Rechtsklick auf den Tag in der Seitenleiste kann ich diesen Tag umbenennen, aus der Seitenleiste entfernen, ganz löschen oder auch eine andere Oder gar gar keine Farbe vergeben. Wähle ich hier einmal eine beliebige Farbe aus, dann sehen wir auch wie nun diese Farbe neben den von uns soeben getaggten Clips erscheint. Damit kann ich also auch schnell kontrollieren ob eine Datei oder Ordner getaggt ist oder nicht. Ich kann eine Datei natürlich auch mit so vielen Tags versehen wie ich will, womit es auch eine bis zu dreifarbige Kennzeichnung bekommt. Meine Audiodateien sind z.B. alle zusammen in einem Ordner untergebracht, was an sich vielleicht auch in Ordnung ist. Aber was ist wenn ich gleichzeitig auch das Audio noch weiter unterscheiden möchte, dafür aber keine weiteren Ordner anlegen möchte, Um das Ganze nicht noch weiter unnötig zu verschachteln? Nun… Finder Tags. Ich gebe die Musik einen Musik Tag und das Interview Audio auch den INTERVIEW Tag. Damit kann ich jetzt auch wieder in FCP zum Importfenster zurück… Navigiere zu dem Ordner mit dem Material, wähle alles mit CMD-A aus, schaue, dass Schlagwörter für Ordner UND Finder-Tags aktiv sind und klicke importieren.

Nachdem sich das Fenster schließt, sehe ich mein Material und kann das Ereignis aufklappen… worin ich nun alle automatisch generierten Schlagwörter aufgelistet sehe. Und wie wir sehen können, obwohl die Clips von der Computerstimme in keinem Ordner waren, sind sie trotzdem, dank des Finder Tags, alle in einem COMPUTERSTIMME genannten Schlagwort wiederzufinden. Darüber hinaus habe ich, wie gewollt, sämtliches Audio einerseits unter dem AUDIO Schlagwort, aber das Interview Audio ist AUCH unter dem Interview Schlagwort zu finden, sowie die beiden Interview Clips die auch als solche getagged wurden.

Das ist also schon ziemlich hilfreich wie ich finde. Vor allem hat jeder der das Material auch nutzen möchte jetzt die gleiche Organisation ohne weiter was dafür tun zu müssen. Aber das ganze geht sogar noch viel weiter. Denn sämtliche Metadaten die ich von hier an meinen Medien IN FINAL CUT hinzufüge, wie eben weitere Schlagwörter oder Favoriten und ähnliches, existieren NUR IN FINAL CUT bzw. in der jeweiligen Mediathek. Aber das muss nicht sein, denn das ganze geht auch genau andersherum. Denn ich kann meine in Final Cut Pro X verwendeten Schlagwörter, mit einer kleinen zusätzlichen App, auf das jeweils darin enthaltene Material in den Finder als Finder Tags übertragen. 

Diese App nennt sich FindrCat und ist im App Store zu finden. Ich hab auch einen Link dazu in der Beschreibung hinterlegt, Falls jemand Interesse daran hat. Es ist einmal als eine Standard Version und per In-App Kauf als Pro Version verfügbar. Mit der Standardversion kann ich das ganze Prinzip Um noch eine weitere Stufe ausbauen und den Finder praktisch in ein Media Asset Management System verwandeln. D.h., wenn ich die Arbeit die ich mir in Final Cut Pro 10 mit der Verschlagwortung, auf der Clipebene für Final Cut Pro erhalten möchte, brauche ich nur entweder die Mediathek oder das Ereignis meiner Wahl auf das Symbol von FindrCat ziehen, oder, wenn es bereits gestartet ist, auf das dazugehörige Fenster. Nach einer kurzen Analyse bekomme ich eine Liste der Schlagworte die FindrCat erkannt hat und kann mit dem Häkchen vor jedem Schlagwort sie für die Übertragung in den Finder deaktivieren. Oder erst alle deaktivieren und nur einzelne auswählen. ADD KEYWORD TAGS geklickt und wenige Sekunden später wird mir auch bestätigt wieviele Schlagworte auf wie vielen Medien als Tags übertragen wurden. Und damit bekäme ich beim Nächsten Import des gleichen Materials in Final Cut Pro und aktivierten Finder Tags die gleiche organisatorische Struktur Zurück.

Aber wo es denke ich für viele potentiell RICHTIG interessant wird, ist mit der PRO version. Denn diese kann, neben der eben gezeigten Übertragung von Finder Tags Als Schlagwörter, zusätzlich AUCH etliche andere Eigenschaften wiederherstellen die in die jeweiligen Medien eingebettet wurden! Dazu gehören sämtliche Schlagwörter die ich Clip Bereiche zugewiesene habe, Information zu Video and Audio Rollen, evtl. Notizen, Marker und Kapitel Marker, Favorisierte und Verworfene Clip Bereiche UND sogar Einstellungen an Video und Audio Parameter im Projekt, wie Transformationen, Beschnitt, Stabilisierung sowie Lautstärke, Loudness und eine ganze Reihe anderer Eigenschaften. Ja, all diese Sind in die Datei eingebettet. Genau genommen Werden diese ganzen Parameter auch schon mit der Standardversion eingebettet. Nur wieder für Final Cut Pro auslesen kann man sie nur mit der pro Version von FindrCat.

Um das mal an einem einfachen Beispiel zu zeigen, habe ich hier einfach mal ein paar Clips importiert, die alle noch keine Finder Tags haben, was ich sehen kann wenn ich Sie mir im Finderin in der Listenansicht und eingeblendeter TAG-Spalte anschaue. Wie wir sehen, sehen wir nichts. In Final Cut  wiederum Habe ich mal diesen gesamten Interview Clip die INTERVIEW und BENJAMIN Schlagworte zugewiesen, es könnte aber auch genauso ein Schlagwort auf einem Teilbereich des Clips sein. Und da es ein Interview Clip ist wo Klassischerweise am Anfang und Ende ein Vorlauf und Nachlauf ist was zum Beispiel eine Klappe sein könnte, also teile des Clips die keiner braucht oder sehen will, hab ich diese einfach mal entsprechend per Auswahl und Rückschritttaste ABGELEHNT, womit wir bekanntermaßen entsprechend einen roten Balken bekommen. Ein paar Aussagen Habe ich als FAVORITEN mit einer Auswahl und der F-Taste markiert. Danach die Favoriten um in Frage 1 usw. Unbenannt… zum Schluss noch ein paar Marker am Anfang von den Favoritenbereiche gesetzt, Eine Beschreibung in das Notizfeld des Clips eingegeben und im Audio Informationsfenster das Audio von Stereo auf DUAL Mono umgestellt und ein Kanal ausgeschaltet…

Den anderen vier Habe ich einfach mal ein ROHMAT Schlagwort vergeben… Darüber hinaus, nur zu Demonstrationszwecken, Habe ich mal drei der Clips aufgemacht und mal willkürlich skaliert und positioniert. Nicht dass mir ein wirklich praktischer Grund dafür einfallen könnte das Tun zu wollen, Aber es geht ja nur darum zu zeigen dass auch diese Eigenschaften, sollte man es tatsächlich brauchen, ebenso von FindrCat in die jeweilige Datei eingebettet wird. Und für eine kleine visuelle Unterscheidung vergebe ich mal den letzten Clip die Musik Audio Rolle Um es entsprechend grün einzufärben.

Puh! SO. Jetzt muss ich nur FindrCat öffnen und das Ereignis auf das Fenster ziehen… kriege die entsprechende Liste an Schlagworten die übertragen werden sollen und klicke Add Keyword Tags… womit ich auch eine Bestätigung bekomme.

Schaue ich jetzt nochmal in mein Finder Fenster, dann sehe ich auch wie jetzt die entsprechenden Tags hinter den Clips aufgeführt werden.

Um jetzt mal die deutlichen Unterschiede zu zeigen, Habe ich zwei weitere mediatheken angelegt. In die eine importiere ich Wie zuvor ganz normal die Clips von meinem Schreibtisch mit aktivierten Finder Tags. Und wie erwartet bekomme ich zumindest die Verschlagwortung Wieder. Das ist auch wo Es mit der Standardversion aufhört. Jetzt ziehe Mal die gleichen Clips vom Schreibtisch auf das FindrCat Pro Fenster, Was natürlich auch der Schlüssel ist in diesem Fall, dass das ganze auch funktioniert… wähle Nach der kurzen Analyse AN Final Cut Pro X senden… und viele meine zweite Leere Mediathek. Das Fenster schließt sich und ich bekomme damit alle Clips in meine Mediathek bzw. im einem neuen Ereignis.

Wähle ich jetzt mein Interview Clip in der Listenansicht aus, dann sehe ich… sämtliche zuvor vorgenommenen Veränderungen sind erhalten geblieben! Ich haben meine Schlagworte, meine Favoriten, die abgelehnten Bereiche am Anfang und Ende, die Marker und sogar die Notiz sowie die Änderung der Kanalkonfiguration von Stereo auf Dual Mono und der deaktivierten Spur. Darüber hinaus heißen meine Favoriten so wie ich sie zuvor genannt habe, die Marken sind da. Und wähle ich eins der anderen Clips aus, Sehen wir dass sie auch ihre Schlagwörter erhalten haben Aber eben auch die Transformationen. Die grüne Farbe des einen Clips zeigt auch dass die Rollenvergabe erhalten wurde. Und nochmals, auch wenn man nicht die Pro Version von FindrCat hat, Werden sämtliche dieser Eigenschaften in die Datei eingebettet. D.h., auch wenn man Erst längere Zeit mit der Standardversion arbeitet und erst später auf die Pro Version aufsteigt, Erscheinen sämtliche diese Eigenschaften auch beim Import von Medien die man vor dem Umstieg mit FindrCat bearbeitet hat. Ziemlich cool Wie ich finde. 

Das ganze stelle man sich in einer kollaborativen Umgebung vor. Wenn ich also Medien von einer Festplatte Oder einem Server zum ersten Mal organisiere, Muss die Verschlagwortung und sonstige organisatorische Arbeit im Grunde nur einmal gemacht werden, und jeder der Zugriff auf die Medien hat und FindrCat verwendet Kann von dieser ganzen Arbeit genauso profitieren. Auch wenn man die gleichen Medien zu einem späteren Zeitpunkt Selbst in ein anderes Projekt importiert. Man bekommt alles ohne Zugriff auf die Original Mediathek haben zu müssen. Ob jetzt das einbetten von Transformationen praktisch ist sei dahingestellt, Aber Dinge wie die Audiokonfiguration und Favoriten beibehalten zu können finde ich schon eine ziemlich nette Sache. Rechnet man die potentiellen Stunden und aberstunden an Arbeit die man sich damit sparen kann, macht sich der sowieso schon geringer Preis von FindrCat denke ich ziemlich schnell bezahlt.

Das waren also Finder Tags in der normalen sowie “erweiterten” version. Wie schaut’s bei euch aus? Habt ihr Finder Tags bisher auch schon benutzt? Und wie findet ihr den erweiterte Funktionsumfang von FindrCat? Schreibt es mir in die Kommentare! Und wenn ihr schon da unten seid, spendiert mir ein Daumen hoch wenn euch das ganze gefallen hat und wenn du diesen Kanal unterstützen möchtest, vielleicht sogar Ein Abo? Klickst du zusätzlich noch auf die kleine Glocke, dann bekommst du auch Bescheid wenn ich was Neues hochgeladen habe. Kostet Nix und tut auch garantiert nicht weh. In dem Fall lieben Dank für die Unterstützung! Links und Infos zum deutschen Training, ein Link zu FindrCat und mehr findet ihr in der Beschreibung! Danke für’s schauen und bis zum nächsten mal!